Der Vorstandsvorsitzende des Bundes der
Versicherten (BdV), Axel Kleinlein, hat das geplante neue
Lebensversicherungsgesetz scharf kritisiert. Kleinlein sagte am
Dienstag im Deutschlandradio Kultur, es sei eine „Unverschämtheit“,
die Gewinne aus den Bewertungsreserven nicht an die Kunden
auszuzahlen.
Berlin (dapd). Der Vorstandsvorsitzende des Bundes der
Versicherten (BdV), Axel Kleinlein, hat das geplante neue
Lebensversicherungsgesetz scharf kritisiert. Kleinlein sagte am
Dienstag im Deutschlandradio Kultur, es sei eine „Unverschämtheit“,
die Gewinne aus den Bewertungsreserven nicht an die Kunden
auszuzahlen. Er erinnerte daran, dass das Bundesverfassungsgericht
dem BdV bereits 2005 recht gegeben habe, dass die Kunden an den
Bewertungsreserven beteiligt werden sollten. Die Karlsruher Richter
hätten nicht zwischen Bewertungsreserven erster und zweiter Klasse
unterschieden. Kleinlein bezeichnete das Gesetz, mit dem sich am
Dienstagabend der Vermittlungsausschuss befasst, als handwerklichen
Pfusch.
„Die deutsche Lebensversicherungsbranche ist sehr gut durch die
Krise gegangen“, sagte Kleinlein. „Wer gelitten hat, sind die
Kunden. Sie mussten immer neue Überschusssenkungen hinnehmen, obwohl
die Unternehmen viel auch in den Reservetöpfen haben, nicht nur bei
den Bewertungsreserven, sondern auch in anderen Töpfen.“ Deshalb
könnte eigentlich mehr Geld an die Kunden fließen.
dapd.djn/T2013012900200/mwo/mwa
(Berlin)