Wer als Privatversicherter in ein Krankenhaus geht,
das gleichzeitig auch Kur- und Reha-Angebote im Programm hat, sollte
die Kostenübernahme vor Beginn der Behandlung mit seinem Versicherer
klären. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm
hervor.

Hamm (dapd). Wer als Privatversicherter in ein Krankenhaus geht,
das gleichzeitig auch Kur- und Reha-Angebote im Programm hat, sollte
die Kostenübernahme vor Beginn der Behandlung mit seinem Versicherer
klären. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm
hervor.

In dem Fall war ein Mann mehrere Wochen in einer
psychiatrisch-psychosomatischen Behandlung, die Krankenversicherung
weigerte sich aber die Kosten zu tragen, weil es in der Klinik auch
Kur- und Reha-Angebote gab. Zu Recht, wie das Gericht entschied.
Versicherte müssen sich bei solchen sogenannten gemischten Anstalten
die Kostenübernahme vorbehaltlos vor dem Beginn zusagen lassen, und
zwar selbst dann, wenn die Behandlung an sich medizinisch notwendig
ist. Ohne Kostenübernahmeerklärung bleiben die Versicherten – wie im
vorliegenden Fall – auf den Kosten sitzen.

(Aktenzeichen: Oberlandesgericht Hamm I-20 U 148/11)

dapd.djn/T2012122102003/ome/K2120/rad

(Hamm)