Die deutsche Zigarettenindustrie hat zum ersten
Mal seit Jahren eine Tabaksteuererhöhung nicht an die Kunden
weitergereicht. Eigentlich hätte eine Schachtel zehn Cent teurer
werden müssen, nachdem zum Jahreswechsel die dritte Stufe der
Tabaksteuererhöhung in Kraft trat.
Hamburg (dapd). Die deutsche Zigarettenindustrie hat zum ersten
Mal seit Jahren eine Tabaksteuererhöhung nicht an die Kunden
weitergereicht. Eigentlich hätte eine Schachtel zehn Cent teurer
werden müssen, nachdem zum Jahreswechsel die dritte Stufe der
Tabaksteuererhöhung in Kraft trat. Doch die Preise blieben nach
Angaben aus dem Handel praktisch unverändert, Industrie und Händler
zahlen die höheren Abgaben an den Staat aus eigener Tasche. In den
Jahren davor hatte die Industrie höhere Steuern regelmäßig mit
Preiserhöhungen beantwortet.
Die drei großen Tabakkonzerne in Deutschland, Philip Morris
(Marlboro), BAT (Lucky Strike) und Reemtsma (West), lehnen jede
Auskunft zu ihrer Preisgestaltung ab. Nach Angaben aus dem
Einzelhandel trauen sich die Hersteller mit den Hauptmarken nicht
über eine Preisgrenze. „Die Industrie will nicht höher als fünf Euro
pro Schachtel gehen“, sagt der Geschäftsführer des Bundesverbands
des Tabakwaren-Einzelhandels, Willy Fischel. Diesen Preis hat die
19-Zigaretten-Schachtel der wichtigsten Marke in Deutschland,
Marlboro, bereits erreicht.
(Zusammenfassung bis 1030, 70 Zeilen)
dapd.djn/T2013012750540/ti/mwa
(Hamburg)