Zum Jahresende laufen viele Fristen ab. Mieter
sollten deshalb noch in diesem Jahr prüfen, ob sie aus vergangenen
Jahren noch finanzielle Ansprüche gegen ihren Vermieter haben, rät
der Deutsche Mieterbund. So könnten sie beispielsweise einen
Anspruch darauf haben, dass der Vermieter ihnen ihre Mietkaution in
Höhe von drei Monatsmieten plus Zinsen zurückzahlt.

Berlin (dapd). Zum Jahresende laufen viele Fristen ab. Mieter
sollten deshalb noch in diesem Jahr prüfen, ob sie aus vergangenen
Jahren noch finanzielle Ansprüche gegen ihren Vermieter haben, rät
der Deutsche Mieterbund. So könnten sie beispielsweise einen
Anspruch darauf haben, dass der Vermieter ihnen ihre Mietkaution in
Höhe von drei Monatsmieten plus Zinsen zurückzahlt. Diese Forderung
verjähre nach drei Jahren.

Die Drei-Jahres-Frist gilt auch für die Erstattung einer zu
Unrecht gezahlten Makler-Provision in Höhe von zwei Monatsmieten,
für den Anspruch auf Rückzahlung von zu viel gezahlter Miete oder
für die Auszahlung eines Betriebskosten-Guthabens, wie der
Mieterbund erläutert.

Die Frist beginne zu laufen, wenn der Mieter Kenntnis von seinem
Anspruch hat – und immer erst ab Ende des Kalenderjahres. Wenn zum
Beispiel ein Mieter 2009 herausfindet, dass sein Makler die
Provision zu Unrecht kassiert hat, kann der Mieter bis Ende 2012
sein Geld zurückfordern. Bis dahin muss er den Makler entweder
verklagt oder ihm einen Mahnbescheid zugestellt haben. Danach ist
der Anspruch des Mieters verjährt.

Auch Vermieter können laut Mieterbund Ansprüche haben, die
Silvester verjähren. Dazu zählen Forderungen auf Mietzahlung oder
Nachforderungen aus Betriebskostenabrechnungen. Auch hier gelte,
dass diese nach drei Jahren verjähren und nicht mehr geltend gemacht
werden können.

dapd.djn/T2012122101495/mwo/mwa

(Berlin)