© siepmannH  / pixelio.deEssen ist Luxus – und trotzdem werden in Deutschland jeden Tag Unmengen von Lebensmitteln weggeworfen. Dabei kann man mit schnellen Tricks eine leckere Mahlzeit aus Resten zubereiten – und völlig neue Geschmackserlebnisse erfahren.

Die Nachkriegsgeneration achtet bis heute besonders darauf, dass Nahrungsmittel nicht verschwendet werden. Was früher noch gang und gäbe war, ist in Zeiten von Fast Food und Überschussgesellschaft kaum mehr ein Thema. Dabei sollte das Wissen darum, wie man Reste verwertet, wieder aufgebessert werden, um die Verschwendung zu reduzieren und die Wertschätzung für Lebensmittel zurück in deutsche Küchen und Köpfe zu befördern. Denn hätten die kreativen Köche vor uns nicht versucht, Reste zu benutzen und Neues auszuprobieren, wären wir heute um beliebte Gerichte wie Paella oder Ravioli ärmer.

Verschwendung in Zahlen

Oft sind die Entsorgungen von Nahrungsmitteln vermeidbar. Denn trotz eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums sind viele Produkte oft noch bekömmlich! Die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner forderte deshalb wiederholt eine bessere Aufklärung zur Haltbarkeit von Lebensmitteln. Die Dringlichkeit wird durch Zahlen bestätigt, denn durchschnittlich werden in Deutschlands Privathaushalten jedes Jahr etwa 82 Kilogramm pro Person entsorgt, obwohl mehr als die Hälfte dieser Lebensmittel noch verwertbar sind. Zusammengerechnet mit dem Nahrungsmittel-Abfall aus allen Branchen, kommt es in Deutschland jährlich zu etwa elf Millionen Tonnen.

Gute Tipps einholen

Wo finden Sie die besten Tipps, wie Sie zu Hause am besten Ihre Reste verwerten? Schauen Sie doch mal auf der Internetseite restegourmet.de vorbei! Dort werden alle Nahrungsmittel, die in den Küchenschränken so übrig geblieben sind, eingegeben. Anhand dieser Informationen werden Rezepte angezeigt, die nun schnell und einfach nachgekocht werden können. Noch ausführlicher und in Buchform bietet „Kreative Resteküche“ von der Autorin Claudia Boss-Teichmann ideale Hilfestellung. Sie verrät beispielsweise, welche Zutaten zusammenpassen, wie neue Rezepte entstehen und wie man den Einkauf am besten plant. Ohne, dass etwas übrig bleibt! Denn wenn am Ende der Woche ständig Nahrungsmittelüberschuss in der eigenen Küche herrscht, sollte überlegt werden, ob man sein Einkaufsverhalten ändert. Die vielen Möglichkeiten und Abwechslungen, die Resteverwertungen bieten, machen Lust zu experimentieren, neue Kreationen zu zaubern – und etwas Gutes für sein Gewissen und die Umwelt zu tun, denn man spart sich den einen oder anderen Gang zur Mülltonne!

 

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