Hannover (dapd). Internetverbindungen mit Schneckentempo sind lästig und ärgerlich. Doch gerade in Privathaushalten gibt es oft Probleme mit den Übertragungsraten. Direkt neben dem Router im Arbeitszimmer ist die WLAN-Geschwindigkeit zwar meist hervorragend. Zwei Zimmer weiter kann das allerdings schon ganz anders aussehen. In diesem Fall können geringe Änderungen am Router dabei helfen, wieder mit hohem Tempo durch das Web zu surfen. Notfalls vergrößern auch WLAN-Basen den Funkradius, wie das Computermagazin "c’t" in seiner Ausgabe 7/13 schreibt.

Die beste Funkabdeckung über weite Distanzen erreicht den Experten zufolge eine zusätzliche Basisstation an einem sogenannten Ethernet-Kabel. Falls sich an der neuen Basis kein Netzwerkkabel legen lässt, bieten andere Systeme Unterstützung: "Mit den passenden Adaptern kann man die Funkabdeckung auch über das Stromnetz, das TV-Kabel oder die Telefonleitung vergrößern und damit für besseren Durchsatz über hohe Distanz sorgen", erklärt Ernst Ahlers, Redakteur bei "c’t".

Besonders leicht zu installieren ist dem Fachmann zufolge ein Powerline-Adapter für die Stromleitung. Einfache Ausführungen dieser Geräte seien ab 90 Euro erhältlich. Sie lieferten auch in einer großen Wohnung einen 25 MBit/s schnellen Internet-Anschluss. Falls ein Telefon- oder TV-Kabelsystem verfügbar ist, lohnen sich Ahlers zufolge WLAN-Basen für diese Medien. "Gegenüber herkömmlichen WLAN-Repeatern lässt sich mit den Brückenlösungen sogar deutlich mehr Durchsatz erzielen", betont der Experte.

Bevor die neue Hardware allerdings im Einkaufskorb landet, sollten Betroffene zunächst einfache Hausmittel ausprobieren: Es kann bereits helfen, den Basisrouter und das Notebook ein wenig zu bewegen oder an einen anderen Ort zu stellen. Hilft das nicht, funkt möglicherweise ein Nachbar dazwischen. In diesem Fall kann ein Wechsel des Funkkanals das Tempo der Datenübertragung im WLAN erhöhen.

dapd