Gut qualifiziert, schlecht bezahlt
Alljährlich machen sich Hunderttausende Menschen in Deutschland selbstständig. Allein im Jahr 2011 zählte die staatliche Förderbank KfW 835.000 Existenzgründungen. Allerdings starten die meisten dieser Gründer als sogenannte Solo-Selbstständige, die oft nur sehr geringe Einkommen erzielen, wie aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht.
Deutsche finden Selbstständigkeit weniger attraktiv
Das Interesse an einer selbstständigen Beschäftigung hat in Deutschland deutlich nachgelassen. Wie aus einer repräsentativen Eurobarometer-Umfrage der Europäischen Kommission hervorgeht, würden sich derzeit nur 29 Prozent der Deutschen für die Selbstständigkeit entscheiden, wenn sie sich zwischen abhängiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit wählen könnten.
DGB gibt Tipps zur sozialen Absicherung für Selbstständige
Viele Selbstständige sind nicht freiwillig Unternehmer geworden, sondern weil sie am Arbeitsmarkt keine Alternative gefunden haben. Nach Angaben der Förderbank KfW liegt der Anteil sogenannter Notgründungen an allen Gründungen seit Jahren bei rund einem Drittel.