Düsseldorf (dapd). Wer einen Handyvertrag abschließen will, wird im Laden häufig unzureichend über Tarife und Preise beraten. Das haben Stichproben in 30 Läden ergeben, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtet. Die Tester stießen demnach bei den Verkäufern "überwiegend auf Inkompetenz und Verschwiegenheit".
Nicht ein Kundengespräch in den getesteten Niederlassungen von Telekom, E-Plus, mobilcom-debitel und o2 sei ohne gravierende Mängel verlaufen. So habe zum Beispiel keiner der Verkäufer von selbst auf den Anschlusspreis hingewiesen. Gemeint ist damit das einmalig zu zahlende Entgelt, das die meisten Mobilfunkfirmen bei einem Vertragsabschluss erheben. Erst auf explizite Nachfrage hätten die Verkäufer darüber informiert.
Auch auf mögliche Preisvorteile im Internet werde mehrheitlich nicht hingewiesen. Nur 4 von 30 Verkäufern hätten diese sofort eingeräumt, berichtet die Verbraucherzentrale NRW. Zwei der vier Verkäufer hätten auf Nachfrage Rabatt im Laden angeboten.
Zudem stellten die Tester fest, dass es sowohl beim Anschlusspreis als auch bei den Tarifen Unterschiede innerhalb der Filialen eines Anbieters gab. So sollten etwa für den Anschluss beim Tarif "Base-all-in" in den E-Plus-Filialen zwischen 24,95 und 25 Euro fällig werden. Der Tarif Flat Light 100 von mobilcom-debitel habe je nach Shop zwischen 19,99 und 20 Euro monatlich geschwankt.
Das Fazit der Verbraucherzentrale: Kunden, die einen Handyvertrag abschließen wollen, sollten sich vorher selbstständig gut über Preise und Tarife informieren und erst dann einen Laden aufsuchen.
dapd
