Groß Mohrdorf (dapd). Hobby-Ornithologen erleben im Herbst in der Rügen-Bock-Region Mecklenburg-Vorpommerns ein besonderes Naturschauspiel. Bis Mitte November lassen sich zwischen 50.000 und 70.000 Kraniche im Gebiet des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft nieder, um sich für den langen Weiterflug nach Süden zu stärken. Bisher haben sich rund 10.000 Vögel an einem der bedeutendsten Rastplätze Europas versammelt. Der Höhepunkt wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte erreicht.

Von den Beobachtungstürmen, die im Osten der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst stehen, lassen sich die Tiere bei ihrem Abendeinflug zu den Schlafplätzen ungestört betrachten. Tagsüber, wenn sie sich auf abgeernteten Getreide- und Maisfeldern einfinden, sieht man die Kraniche am besten vom Auto aus. Ihr bevorzugtes Rastgebiet ist der Bereich zehn Kilometer nördlich und südlich der Bundesstraße B 105 zwischen Ribnitz-Damgarten und Stralsund. Besucher können sich im Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf über die aktuell besten Beobachtungsplätze informieren. Darüber hinaus gibt es dort täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr eine Kranich-Ausstellung zu sehen.

Geführte Exkursionen

Beobachtungstouren können auch mit einem Guide durchgeführt werden. Entsprechende Exkursionen finden mittwochs und freitags an den Werder-Inseln statt. Vom 15. bis 24. Oktober starten die Führungen um 17.00 Uhr am Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf.

Auch im Müritz-Nationalpark sind bislang etwa 1.500 Kraniche angekommen. Bis zu 7.000 werden voraussichtlich bis Ende Oktober noch erwartet. Führungen finden vom 6. bis 21. Oktober jeweils um 16.00 Uhr statt. Organisiert werden die Kranichführungen vom Nationalpark-Service Federow, erreichbar unter der Telefonnummer 03991/668849.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter nabu-wwf-kranichzentrum.de, mueritz-nationalpark.de, fischland-darss-zingst.de und meeresmuseum.de/natureum.

dapd