Buchtipp: „Familienalltag locker im Griff“
Das Leben mit Kindern ist immer unberechenbar. Für Eltern ist der Spagat zwischen Beruf und Familie, zwischen Wäschebergen und Wutanfällen deshalb oft nicht einfach. "Im Unternehmen Familie herrschen Bedingungen, die jegliche Planung zum Scheitern bringen", erklärt Cordula Nussbaum, Zeitmanagement-Coach und Autorin des Buches "Familienalltag locker im Griff".
Manieren-Check beim Geschäftsessen
Geschäftsessen sind ein Terrain voller Fettnäpfchen. Wer Regeln und Tabus nicht kennt, hat sich schnell eine Chance verbaut. "Das Verhalten bei Tisch offenbart einen Teil der Gesamtpersönlichkeit", erläutert die Berliner Etikette-Expertin Nandine Meyden. "Vorgesetzte oder Geschäftspartner schließen häufig von Tischmanieren auf bestimmte Charakterzüge."
Kindern beim Taschengeld nicht hineinreden
Taschengeld soll Kinder im selbstständigen Umgang mit Cents und Euros schulen. Häufig allerdings kollidieren die Kaufentscheidungen der Sprösslinge mit elterlichen Auffassungen über Sinn und Nutzen der erstandenen Dinge. "Eltern sollten sich von der Idee lösen, dass Kinder mit ihrem Geld etwas 'Vernünftiges' anfangen müssen", rät Andreas Engel.
Belastungsprobe Schreibaby
Schreikinder stellen Partnerschaften auf eine harte Belastungsprobe. Müdigkeit und Erschöpfung verstellen den Blick auf den Partner, und Liebe und Erotik kommen meist viel zu kurz. "Das ohnehin schwierige Neuordnen der Paarbeziehung und der Beziehungsaufbau zum Kind werden durch das exzessive Schreien erheblich erschwert", betont der Kölner Diplom-Psychologe Ingo Jungclaussen.
Zu viele Regeln bringen Stress und Unruhe
"Samstags ist Aufräumtag, Wochentags geht es um 20 Uhr ins Bett, Hausaufgaben werden vor Verabredungen mit Freunden gemacht" - Regeln aufstellen ist einfach, auf ihre Einhaltung zu achten schon schwieriger. "Es ist wichtig, dass Regeln dem Kind klargemacht werden", betont der Hamburger Erziehungsexperte und Autor Jan-Uwe Rogge.
Wenn aus Pflegebereitschaft Aggressivität wird
Vom Pflegeengel zur Angst-Gestalt: Jahrelange Aufopferung von Pflegern kann sich eines Tages in Aggressionen und Gewalt gegenüber Bedürftigen entladen. "Pflegende beginnen zwar immer mit viel Engagement und den besten Absichten", sagt Familienberaterin Gabriele Tammen-Parr.