Bundesrichter halten Ein-Prozent-Regelung bei Dienstwagen für unbedenklich
Der Bundesfinanzhof hegt keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Ein-Prozent-Regelung bei der Besteuerung von Dienstwagen. Das haben die obersten Finanzrichter in einem Urteil (Aktenzeichen: VI R 51/11) erneut bekräftigt. Mit der Regelung wird die Privatnutzung des Firmenwagens abgerechnet.
Rechtstipp: Ohne Sprachunterricht kein Kindergeld als Au-Pair
Geht der Nachwuchs als Au-Pair ins Ausland, bleibt der Anspruch auf Kindergeld nur dann bestehen, wenn das Kind regelmäßig einen Sprachkurs besucht. In einem vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall hatte ein Vater für seine Tochter Kindergeld beantragt.
Neues Merkblatt für die Steuerklassenwahl von Ehegatten
Das Bundesfinanzministerium weist darauf hin, dass das Merkblatt zur Steuerklassenwahl für Ehegatten, die beide Arbeitnehmer sind, bearbeitet wurde. Es wird auf der Seite des Bundesfinanzministeriums zum Download angeboten. Das Merkblatt hilft Ehegatten dabei, die optimale Kombination der Steuerklassen herauszufinden, um die geringste Lohnsteuer auf monatlicher Basis entrichten müssen.
Alte Lebensversicherungen genießen besonderes Steuerprivileg
Wer heute das Steuerprivileg einer Lebensversicherung in Anspruch nehmen will, darf die Policen nicht steuerschädlich - also etwa zur Absicherung von Krediten - einsetzen. Diese Einschränkung gilt jedoch nach Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (Aktenzeichen: VIII R 16/10) nicht bei vor 1974 abgeschlossenen Verträgen.
Krankheitskosten könnten bald besser absetzbar sein
Krankheitskosten werden vom Finanzamt nur nach Abzug eines Eigenanteils, der sogenannten zumutbaren Belastung, steuerlich berücksichtigt. Der Bundesfinanzhof muss sich im Rahmen zweier Nichtzulassungsbeschwerden (Aktenzeichen: VI B 150/12 und VI B 116/12) nun mit der Frage befassen, ob diese Praxis möglicherweise rechtswidrig ist.
Vermieter müssen Suche nach Nachmietern deutlich dokumentieren
Wer als Vermieter eine leerstehende Wohnung hat, möchte die laufenden Ausgaben in der Regel als Werbungskosten absetzen. Das ist nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (Aktenzeichen: IX R 14/12) grundsätzlich möglich - wenn der Eigentümer einige Spielregeln einhält. So muss er nachweisen, dass er sich nachhaltig darum bemüht hat, das Objekt auch tatsächlich vermieten zu wollen.