Arbeitnehmer muss Zeugnis im Betrieb abholen
Arbeitnehmer müssen ihr Zeugnis selbst im Betrieb abholen. Nur unter besonderen Umständen könnten Beschäftigte verlangen, dass ihr Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber zugestellt wird, entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in einem Kostenverfahren (Aktenzeichen: 10 Ta 31/13).
Zehn plus x
Wer in einem Kleinbetrieb arbeitet, ist nur schlecht vor dem Jobverlust geschützt. Das Kündigungsschutzgesetz gilt nämlich erst, wenn es mehr als zehn Beschäftigte im Betrieb gibt. Allerdings stellte das Bundesarbeitsgericht nun klar, dass zu den Beschäftigten nicht nur die Stammbelegschaft, sondern unter Umständen auch Leiharbeitnehmer zählen können (Aktenzeichen: 2 AZR 140/12).
Insolvenzgeld erhöht Elterngeld nicht
Insolvenzgeld bleibt bei der Berechnung des Elterngeldanspruchs außen vor. Das entschied das Bundessozialgericht und wies damit die Klage eines Forstarbeiters gegen die Elterngeldstelle endgültig ab. Der Kläger hatte im Jahr vor der Geburt des Kindes neben Arbeitseinkommen und Einkommen aus Selbstständigkeit gut 4.900 Euro Insolvenzgeld bezogen.
Arbeitnehmer misstrauen Bonus-Regeln
Arbeitnehmer in Deutschland stehen einer erfolgsabhängigen Vergütung über Boni und andere Zulagen skeptisch gegenüber.
Zahl der berufstätigen Rentner hat sich seit 2001 verdoppelt
Die Zahl der Berufstätigen im Rentenalter hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gab es 2011 deutschlandweit rund 760.000 Erwerbstätige über 65 Jahren, im Jahr 2001 seien es erst gut 380.000 gewesen.
Jobcenter darf ALG II nur mit Vorwarnung kürzen
Ein Jobcenter darf das Arbeitslosengeld II (ALG II) nur dann kürzen, wenn es den Empfänger zuvor auf die Folgen eines Pflichtverstoßes aufmerksam gemacht hat. Kann die Behörde diese sogenannte Belehrung nicht nachweisen, ist die Kürzung rechtswidrig, wie das Sozialgericht Gießen (Aktenzeichen: S 29 AS 676/11) klarstellte.