Schwacher Euro sorgte 2012 für teures Öl
Die deutschen Autofahrer haben 2012 unter den höchsten Spritkosten aller Zeiten gelitten. Preistreiber waren diesmal aber nicht Ölförderländer und industrielle Ölproduzenten, sondern vor allem der schwache Euro, wie aus einer Berechnung des Hamburger Fachdienstes EID vom Montag hervorgeht.
Große Unterschiede bundesweit beim Benzinpreis
Die Kraftstoffpreise in Deutschland liegen bundesweit um fünf Cent pro Liter oder mehr auseinander. Wie eine ADAC-Analyse der Kraftstoffpreise an Markentankstellen in 20 deutschen Städten zeigt, profitieren davon vor allem die Autofahrer in Freiburg.
Heizöl so billig wie seit dem Hochsommer nicht mehr
Der Heizölpreis ist trotz frostiger Temperaturen auf den tiefsten Stand seit einem Vierteljahr gefallen. Ein Liter kostet im Bundesdurchschnitt 92,50 Cent, wie der Hamburger Energie-Fachdienst EID am Freitag als Ergebnis seiner wöchentlichen Marktübersicht mitteilte. "Das ist der tiefste Stand seit dem 7. August", sagte EID-Chefredakteur Rainer Wiek der Nachrichtenagentur dapd.
Preis für Heizöl erreicht Jahresrekord
Der Heizölpreis hat mitten im Hochsommer wieder den Jahreshöchststand erreicht: Ein Liter kostet weit über 95 Cent, wie der Hamburger Fachdienst EID auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd mitteilte. Damit ist praktisch das Niveau vom März mit 96 Cent erreicht. Noch teurer war es nur Mitte 2008, als der Ölpreis mitten im damaligen Wirtschaftsboom ebenfalls Rekordhöhen erreichte.
Rösler beurteilt Senkung der Stromsteuer skeptisch
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich skeptisch zu einer Senkung der Stromsteuer oder einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Strom geäußert, um die Energiepreise zu dämpfen. "Das löst das eigentliche Problem nicht", sagte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur dapd.
(Wiederholung vom Samstag) Bei 30 Grad und Sonne rechtzeitig an Heizöl denken
Bei 28 Grad im Schatten denken viele Hausbesitzer in diesen Tagen nicht an Heizöl. Das könnte sich aber schnell als Fehler erweisen, denn der Preis für den Brennstoff ist seit März um 11 Cent gefallen, auf rund 85 Cent pro Liter im bundesweiten Durchschnitt. Die Hoffnung auf einen noch kräftigeren Einbruch ist mutig: Der Heizölpreis hängt am Rohöl und am Eurokurs.