Verbraucherschützer fordern radikalen Umbau der Altersvorsorge

Das derzeitige System der kapitalgedeckten Rente ist nach Ansicht der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nicht zu retten. "Das Herumdoktern an den Symptomen von Fehlberatung und Provisionsschneiderei hat nicht den geringsten Nutzen für die Verbraucher", erklärte Finanzexperte Niels Nauhauser am Dienstag in Stuttgart. Er forderte den Aufbau eines staatlichen Vorsorgefonds.

Experten uneins über Nutzen der Riester-Rente

Experten streiten über den Nutzen der Riester-Renten für Sparer. Während Gewerkschafts-Ökonom Gustav Horn eine Rückkehr zum Umlagesystem wie in der gesetzlichen Rente empfahl, verteidigte der Rentenexperte Bert Rürup am Donnerstag in Frankfurt am Main das kapitalgedeckte System. Horn argumentierte, dass auch die gesetzliche Rente eine langfristige Rendite von drei Prozent biete.

Riester-Sparer legen im Schnitt 843 an und bekommen 316 Euro Zulagen

Riester-Sparer legen im Jahr im Schnitt 843 Euro für ihre private Altersvorsorge an und kassieren 316 Euro staatliche Zulagen. Wie die "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den bisher unveröffentlichten Alterssicherungsbericht der Bundesregierung berichtet, wurden bis Mitte dieses Jahres 15,56 Millionen Riester-Verträge angespart, zwei Drittel davon bei Versicherungen.

Vorteile durch freiwillige Zahlungen in die Rentenversicherung

Auch für nicht Pflichtversicherte kann es sinnvoll sein, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. So können Rentenansprüche erworben oder aufrechterhalten werden. Denn die reguläre Altersrente wird nur gezahlt, wenn für mindestens fünf Jahre Beiträge entrichtet wurden, wie das Portal ihre-vorsorge.de erklärt.

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