Risikolebensversicherung: Das ist wichtig für den optimalen Schutz
Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung möchten Verbraucher möglichst wenig falsch machen. Das liegt in der Natur der Sache. Denn wenn die Police zur Auszahlung kommt, haben die Hinterbliebenen naturgemäß ganz andere Sorgen, als sich mit Versicherungsproblemen auseinanderzusetzen. Aber worauf sollten sie sinnvollerweise rechtzeitig achten?
Betreuungsgeld als Lockmittel für ungünstige Altersvorsorge
Noch hat niemand auch nur einen Cent Betreuungsgeld bekommen, und doch steht die Versicherungswirtschaft schon in den Startlöchern. Der Hintergrund: Wer auf eine Barauszahlung verzichtet und das Geld stattdessen in die private Altersvorsorge für Mutter oder Vater steckt oder in die Ausbildung der Kinder anlegt, bekommt einen zusätzlichen Bonus von 15 Euro pro Monat.
Restschuldversicherung: Bei Berufsunfähigkeit gibt es kein Geld
Wird ein Versicherter dauerhaft berufsunfähig, muss eine Restschuldversicherung nicht zahlen. Das entschied das Oberlandesgericht Celle (Aktenzeichen: 8 U 121/12). Demnach sichert eine Restschuldversicherung als Arbeitsunfähigkeitsversicherung zwar einen vorübergehenden Verdienstausfall ab.
Rechtstipp: Halligalli auf hoher See ist nicht versichert
Freizeitkapitäne dürfen bei groben Verstößen gegen seemännische Sorgfaltspflichten laut einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle nicht auf Geld von ihrer Versicherung hoffen.
Rechtstipp: Rückwärtsfahrer teilen sich den Unfallschaden
Eine riskante Situation, die wohl jeder Autofahrer vom Ausparken auf größeren Parkplätzen kennt: Fahren zwei Fahrzeuge zeitgleich rückwärts aus ihren Parkboxen heraus, kommt es schnell zu einem Unfall. In einem solchen Fall ist nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm grundsätzlich davon auszugehen, dass sich die beiden Fahrzeughalter den Schaden teilen.
Rechtstipp: Ohne Anschlussversicherung keine Kündigung der PKV
Wer eine private Krankenversicherung kündigen will, muss das Bestehen einer Anschlussversicherung nachweisen. Ansonsten ist die Kündigung nicht wirksam. Das entschied der Bundesgerichtshof.