Experten beantworten Fragen zu Versicherungen
Deutschland ist ein Versicherungsland: In den Aktenordnern der Bundesbürger finden sich 457 Millionen Policen. Statistisch gesehen besitzt also jeder Deutsche fünf bis sechs Versicherungsverträge, für die er jedes Jahr mehr als 2.100 Euro bezahlt. Das heißt aber längst nicht, dass auch alle gut versichert sind. Darauf weist der Bund der Versicherten hin.
Details bei Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidend
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es weniger auf den Preis an, sondern vielmehr auf die Qualität der Bedingungen. So sollte der gewählte Tarif nie eine abstrakte Verweisungsmöglichkeit des Versicherers enthalten. Denn damit kann der Anbieter die Zahlung der Rente verweigern, wenn der Versicherte noch in einem Beruf arbeiten kann, der dem bisherigen vergleichbar ist.
Debeka ändert Klausel freiwillig zugunsten der Kunden
Die Debeka startet mit einer guten Tat ins neue Jahr: Obwohl die Versicherung nicht selbst betroffen war, hat sie ihre Bedingungsklauseln zu bestehenden Verträgen geändert und an ein verbraucherfreundliches Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) angepasst. Die Kunden wurden zudem über die Auswirkungen benachrichtigt.
Fehlende Belehrung hilft bei Arglist nicht
Wer in seinem Versicherungsantrag falsche Angaben macht, muss damit rechnen, dass die Versicherung den Vertrag kündigt oder Prämien nachträglich anpasst. Das ist jedoch nur zulässig, wenn der Kunde vor dem Vertragsschluss darüber belehrt wurde, dass der Versicherer die entsprechenden Rechte hat.
Reiserücktritt: Trockene Alkoholiker bei Rückfall nicht versichert
Wird ein trockener Alkoholiker rückfällig und kann deshalb eine Reise nicht antreten, muss die Reiserücktrittsversicherung die Stornokosten nicht übernehmen. Das entschied das Amtsgericht Mannheim (Aktenzeichen: 10 C 322/11).
Die wirklich wichtigen Dinge bei der privaten Krankenversicherung
Geht es um den Wechsel in die private Krankenversicherung, stehen oft die - besseren - Leistungen im Vordergrund. Allerdings gibt es drei Dinge, die mindestens genauso wichtig sind wie Einzelbett, Chefarztbehandlung und die freie Spezialistenwahl.