Kostenübernahme bei Krankenhausaufenthalt: Ärzte müssen aufklären
Wenn Mediziner wissen, dass ein Klinikaufenthalt medizinisch nicht notwendig ist, müssen die behandelnden Ärzte den Patienten darauf aufmerksam machen, weil die private Krankenversicherung in der Folge die Kosten dafür nicht trägt. Das geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts München (Aktenzeichen: 172 C 32607/11) hervor.
Kann Krankentagegeldzahlung erzwungen werden?
Wer von seiner Krankentagegeldversicherung noch Geld haben will, muss vorrangig Sozialhilfe in Anspruch nehmen, bevor er den Krankentagegeldversicherer im Rahmen einer einstweiligen Verfügung in Anspruch nehmen und die Zahlung des Tagegeldes kurzfristig erzwingen kann.
Risiko Berufsunfähigkeit noch immer unterschätzt
Viele Menschen, die berufsunfähig werden, haben nur geringe oder gar keine finanziellen Polster, auf die sie zurückgreifen können. Sie sind im schlimmsten Fall ein Leben lang auf die Unterstützung anderer angewiesen. Ein Risiko, das viele immer noch unterschätzen, wie eine Studie der Versicherungskammer Bayern ergab.
Vermietete Räume selten haftpflichtversichert
Eine private Haftpflichtversicherung schützt Vermieter nur selten: Bestenfalls für drei einzelne, vermietete Räume wird Versicherungsschutz gewährleistet. Wer hingegen Wohnungen oder Garagen vermietet, kann nicht auf rechtlichen Beistand der Rechtsschutzversicherung hoffen. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hervor (Aktenzeichen: 7 U 184/11).
Was Einsteiger-Tarife der privaten Krankenkasse taugen
Wer sich selbstständig macht oder erstmals die Einkommensgrenze überschreitet, der kann von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Doch ein umfassender Versicherungsschutz ist in der privaten Krankenversicherung nicht gerade billig. Eine vermeintlich günstige Alternative versprechen die sogenannten Einsteiger-Tarife.
Versicherungsschutz entfällt bei Trunkenheit am Steuer komplett
Versicherer dürfen den Anteil ihrer Leistungen kürzen, wenn den Versicherten am Schaden eine grob fahrlässige Mitschuld trifft. Im Fall einer Trunkenheitsfahrt mit Unfall dürfen sie ihre Verpflichtung zur Schadensregulierung sogar zu 100 Prozent auf den Schädiger abwälzen. Mit anderen Worten: Wer betrunken mit mehr als 1,1 Promille Auto fährt, bleibt auf seinem Schaden immer sitzen.