Rechtstipp: Fernfahrer muss Reisespesen mit Alg II verrechnen

Berufstätige Hartz-IV-Empfänger müssen eine vom Arbeitgeber gezahlte Reisekostenpauschale mit dem Arbeitslosengeld II (Alg II) verrechnen. Allerdings darf das Jobcenter die Spesen nicht pauschal vom Arbeitslosengeld abziehen, sondern muss genau ermitteln, wie viel dem Arbeitnehmer nach Abzug der Kosten tatsächlich vom Arbeitgeberzuschuss bleibt. Das entschied das Bundessozialgericht.

Rechtstipp: Verloren gegangene E-Mail kann Klagefrist verlängern

Wer vom Arbeitgeber eine Kündigung bekommt, hat in aller Regel drei Wochen Zeit für eine Klage vor dem Arbeitsgericht. Nur in seltenen Ausnahmefällen lassen Arbeitsrichter eine Klage auch nachträglich zu. In einem vom Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschiedenen Fall hatte eine Frau Glück, deren Klage trotz 14 Tagen Verspätung angenommen wurde.

Rechtstipp: Ausländischer Ehepartner bekommt nach Zuzug ALG II

Ausländer, die mit einem deutschen Partner verheiratet sind, haben sofort nach ihrem Zuzug nach Deutschland einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (ALG II). Nach einem Urteil des niedersächsischen Landessozialgerichts gilt der gesetzliche Leistungsausschluss für Ausländer während der ersten drei Aufenthaltsmonate nicht für Verheiratete, die zur Familienzusammenführung nach Deutschland einwandern.

Leiharbeiter dürfen nicht auf Dauerarbeitsplatz arbeiten

Arbeitgeber dürfen Leiharbeiter nicht auf einem Dauerarbeitsplatz beschäftigen. Lehnt der Betriebsrat die Beschäftigung von Zeitarbeitskräften ab, kann der Arbeitgeber in diesem Fall die notwendige Zustimmung des Betriebsrats nicht gerichtlich ersetzen lassen, wie aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg hervorgeht (Aktenzeichen: 4 TaBV 1163/12).

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