Renovierung kann nach Immobilienverkauf oft nicht abgesetzt werden
Wer eine Immobilie verkaufen will, möchte oft noch die Renovierungskosten vor dem Verkauf steuerlich geltend machen. Allerdings sperrt sich das Finanzamt häufig dagegen, die Ausgaben als nachträgliche Werbungskosten anzuerkennen, so dass sie sich bei steuerfreien Verkäufen nicht mehr auswirken würden. Zu Recht, wie nun der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen: IX R 16/11) entschied.
Volljähriges Kind bringt Alleinerziehenden keinen Steuervorteil
Alleinerziehende kommen in den Genuss eines Entlastungsbetrags von 1.308 Euro jährlich, wenn sie den Haushalt mit dem Kind alleine führen. Der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen: III R 26/10) stellte jetzt aber nochmals klar, dass ein volljähriger Sohn im Haushalt die Gewährung des Freibetrags ausschließt, selbst wenn er keinen finanziellen Beitrag zum Haushalt leistet.
Finanzamt erhält Regeln für vom Arbeitgeber bezahltes Studium
Wenn der Arbeitgeber für einen Angestellten die Studienkosten übernimmt, interessiert das auch das Finanzamt. Das Bundesfinanzministerium (BMF-Schreiben vom 13. April 2012, BStBl. 2012 I S. 531) hat einem Bericht von steuerrat24.de zufolge jetzt entschieden, wann die Kostenübernahme steuerpflichtig ist.
Zweiter Arbeitsraum nur in Ausnahmefällen unbegrenzt absetzbar
Wer neben dem häuslichen Arbeitszimmer einen weiteren Raum beruflich oder betrieblich nutzt, kann die Kosten dafür unter Umständen voll absetzen. Damit unterliegt er nicht den Abzugsbeschränkungen für das häusliche Arbeitszimmer. Entscheidend ist dabei, ob der weitere Raum mit dem Arbeitszimmer eine funktionale Einheit bildet. Dann sind die Kosten nicht unbegrenzt absetzbar.
Rechtstipp: Versicherungsleistung muss nicht versteuert werden
Wer als Selbstständiger nach einem Unfall im privaten Bereich von seiner Unfallversicherung eine Leistung erhält, muss diese auch dann nicht versteuern, wenn sie zunächst irrtümlich als Betriebseinnahme erfasst worden war. Wird ein privates Risiko versichert, sind die Beiträge steuerlich nicht absetzbar, die Leistungen müssen aber auch nicht versteuert werden, wie der Bundesfinanzhof entschied.
Unternehmen müssen bei der Steuer umdenken
Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen können ab 1. Januar 2013 nur noch über das Internet an das Finanzamt übermittelt werden, wenn der Absender über ein elektronisches Zertifikat verfügt. Das gilt auch für einen Antrag auf Dauerfristverlängerung und die Anmeldung einer Sondervorauszahlung.