Private Helfer auf dem Bau benötigen Extra-Unfallversicherungsschutz
Bauherren sollten ihre aus Gefälligkeit auf der Baustelle mithelfenden Verwandten und Freunde gegen Unfallrisiken privat versichern. Eine gesetzliche Unfallversicherung zahlt bei einem Unfall nicht, wie die Württembergische Versicherung unter Berufung auf ein Urteil des Sozialgerichts Karlsruhe (Aktenzeichen: S 1 U 2650/11) mitteilte.
Unfallversicherungen ohne Gesundheitsfragen können tückisch sein
Einige Unfallversicherungen verzichten mittlerweile darauf, bei Antragstellung eine Gesundheitsprüfung vorzunehmen. Das "Versicherungsjournal" sieht diese neuen Verträge jedoch skeptisch. Denn auch der Verzicht auf die Gesundheitsfragen führe nicht dazu, dass jeder Kunde bei jedem Versicherer einen Vertrag bekommen kann.
Unfallversicherung muss nach Übernachtung bei Verlobter nicht zahlen
Die gesetzliche Unfallversicherung muss nicht zahlen, wenn ein Arbeitnehmer bei seiner Verlobten übernachtet und von dort auf dem Weg zur Arbeit verunglückt. Das entschied das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen: L 4 U 225/10) und stellte sich damit gegen die Vorinstanz.
Urteil: Unfallversicherung bei Mobbing nicht zuständig
Die gesetzliche Unfallversicherung muss bei gesundheitlichen Problemen nach Mobbing am Arbeitsplatz nicht zahlen. Das entschied das Hessische Landessozialgericht (Aktenzeichen: L 3 U 199/11). Es erkannte die Folgen des Mobbings weder als Berufskrankheit noch als Arbeitsunfall an.
Zahlung bei Unfallinvalidität richtet sich nach Gliedertaxe
Verliert ein Versicherter bei einem Unfall ein Körperteil, so zahlt in der Regel die Unfallversicherung. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der sogenannten Gliedertaxe. Dabei ist für jedes Körperteil ein Prozentsatz festgelegt, durch den die Beeinträchtigung in der zu zahlenden Versicherungsleistung Ausdruck finden soll.
Kein Geld nach Fenstersturz infolge eines Schwindelanfalls
Wenn Versicherte infolge eines Schwindelanfalls einen Unfall erleiden, bekommen sie keine Leistungen der privaten Unfallversicherung. Das entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf (Aktenzeichen: I-4 U 218/11). In dem Fall war einer Frau im Bett schlecht geworden. Als sie ans Fenster ging, wurde ihr schwindelig. Sie stürzte aus dem Fenster und verunglückte schwer.