Rechtstipp: Rechtsschutzversicherung darf keinen Anwalt vorschreiben
Eine Rechtsschutzversicherung darf dem Versicherten keinen Anwalt vorschreiben, bei dem eine geringere Selbstbeteiligung verlangt wird als bei einem frei gewählten. Das entschied das Oberlandesgericht Bamberg. Damit stellten sich die Richter gegen das Urteil der Vorinstanz: Dort hatte es geheißen, dass ein solches Belohnungssystem vertretbar sei.
Rechtstipp: Wer für Parkschäden mit dem Fahrrad zahlt
Auch Fahrräder können Parkschäden anrichten: Wenn sie beim Umfallen ein Auto zerkratzen, kann dies schnell teuer werden. Haften muss dann der Besitzer des Fahrrades, wie das Amtsgericht Düsseldorf entschied.
Rechtstipp: Job kann Waisenrente kosten
Wer jetzt seine Schullaufbahn beendet und ins Berufsleben startet, verliert eventuell den Anspruch auf seine Waisenrente. Darauf weist das Portal ihre-vorsorge.de hin. Waisenrenten werden nach dem 18. bis zum 27. Lebensjahr nur noch gezahlt, wenn die Waise sich in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung befindet oder an einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr teilnimmt.
Rechtstipp: Hinterbliebenen-Rente auch bei Kurzzeit-Ehe möglich
Kurzzeit-Ehen werden in aller Regel als Versorgungsehen eingestuft - die Konsequenz: Die Hinterbliebenen erhalten keine Rente. Es gibt aber auch andere Fälle. War nämlich eine Eheschließung wegen einer zuvor notwendigen Scheidung nicht früher möglich, kann auch eine 19-Tage-Ehe Versorgungsansprüche auslösen. Das entschied das Sozialgericht Berlin.
Rechtstipp: Glasbruchversicherung deckt Schaden an Plexiglas ab
Plexiglas gehört im Rahmen einer Glasversicherung ebenfalls zu den versicherten Gegenständen. Das entschied das Landgericht Landshut. In dem Fall war eine Plexiglas-Überdachung der Terrasse kaputt gegangen, der Versicherer wollte aber nicht zahlen, weil es sich seiner Meinung nach nicht um eine versicherte Scheibe handele.
Armbanduhren sind kein Schmuck
Armbanduhren sind in der Hausratversicherung nicht als Schmuck versichert und unterliegen damit auch nicht der entsprechenden Wertgrenze. Das gilt selbst dann, wenn die Uhren aus Gold und Platin gefertigt sind, wie das Oberlandesgericht Koblenz entschied (Aktenzeichen: 10 U 771/11).