Rechtstipp: Reiseversicherung muss bei Transplantation nicht zahlen
Ein kurzfristig anberaumter Termin für eine Organ-Transplantation ist keine unerwartete schwere Krankheit im Sinne der Reiserücktrittsversicherung. Das entschied das Landgericht Heidelberg. Konkret ging es um einen Versicherten, der eine gebuchte Urlaubsreise aufgrund eines kurzfristig erhaltenen Transplantationstermins für eine Leber nicht antreten konnte.
Rechtstipp: Unfallversicherung muss auch bei Allergie zahlen
Wenn ein Unfallversicherter an den Folgen eines allergischen Schocks leidet, muss die private Unfallversicherung zahlen. Denn die allergische Reaktionsbereitschaft des Versicherten stellt keine Krankheit dar, die die Unfallversicherung von der Zahlungspflicht befreit. Das entschied das Oberlandesgericht München. Der Bundesgerichtshof hat jetzt in der Revision das letzte Wort.
Rechtstipp: Unschuldiger Autofahrer muss Kosten nicht vorstrecken
Wenn jemand unverschuldet in einen Verkehrsunfall gerät, ist er im Rahmen seinen Schadensminderungspflicht nicht verpflichtet, die Reparaturkosten für sein beschädigtes Auto vorzustrecken oder dafür seine Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Das entschied das Amtsgericht Halle.
Rechtstipp: Unfallversicherung muss bei Fußballverletzung zahlen
Wer als Fußball-Torwart einen Muskelabriss beim Abschlagen des Balls erleidet, bekommt Geld von der privaten Unfallversicherung. Das entschied das Oberlandesgericht München. Denn das Schießen des Balls stellt ein von außen auf den Körper wirkendes Ereignis im Sinne der Unfallversicherungsbedingungen dar.
Berufsunfähigkeit: Getäuschter Versicherer muss nicht zahlen
Wer seiner Versicherung zur Prüfung der Berufsunfähigkeit gefälschte Unterlagen vorlegt, riskiert die Ablehnung seiner Ansprüche. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle hervor (Aktenzeichen: Celle 8 U 3/12). Die Vorlage gefälschter Unterlagen stelle eine Obliegenheitsverletzung dar, die zur Leistungsfreiheit des Versicherers führt, entschied das Gericht.
Risikolebensversicherung: Frauen sollten sich mit Abschluss beeilen
Frauen, die noch in diesem Jahr eine Risikolebenspolice abschließen wollen, sollten sich beeilen. Denn ab 21. Dezember wird der Vertragsabschluss für sie erheblich teurer. Dann führen die Versicherer Unisex-Tarife ein. Ab diesem Datum zahlen Männer und Frauen somit gleich hohe Beiträge. Je nach Anbieter können die Preise für Frauen durch die Tarifumstellung um bis zu 55 Prozent steigen.